Friedrichgasse 36

Aus Baugeschichte
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47° 3' 47", 15° 26' 12"


Au-Schlössl am Augarten

Das auch Marienschlössl genannte Gebäude mit seinem charakteristischen Mansardendach, erst im Jahr 2000 restauriert und zu einem multikulturellen Zentrum mit Café adaptiert, stammt aus dem 17. Jahrhundert (im Keller ist ältere Bausubstanz, vermutlich aus dem 16. Jh. erkennbar) und steht unter Denkmalschutz. Bei der Renovierung konnte eine originale Fassadenzier aus der Barockzeit belegt werden, die Grazerstockfenster wurden ergänzt.

Der innerösterr. Hofkriegsrat hat 1681 seinem Sekretär M. Moshardt Haus und Garten, 1776 an den Gärtner Johann Schönitzer (mit einer Wiese jenseits des Baches) um 3400 fl. verkauft. Die Familie blieb mehr als 100 Jahre im Besitz des Schlössls. Nachdem der Zimmer- und Baumeister Anton Franz Ohmeyer 81jährig am 17.1.1894 in seinem Haus Friedrichgasse 10 gestorben war, hat die Stadtgemeinde die Erwerbung der Anton Franz Ohmeyer'schen, der Karl Ohmeyer'schen und der Schönitzer'schen Gründe zur Anlage eines Parkes - als Ersatz für den Botanischen bzw. Joanneumgarten in der - ins Auge gefasst. Die Gemeindesparkasse der Stadt ging nun daran, die von der Witwe Aloisia Ohmeyer angebotene Realitäten in der Friedrichgasse zu erwerben. Über den Ankauf der Schönitzer’schen Gründe mit dem „Auschlössels“ (auf damals Friedrichgasse Nr. 8) fehlen noch Angaben.

(Nach Pirchegger, Häuserbuch; ZHVSt 2000; ÖKT 2013; Laukhardt, Augarten-Geschichte).

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