Naglergasse 56

Aus Baugeschichte
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47° 4' 5", 15° 27' 22"


Ehem. Schützenhof

Ehem. Freihof, denkmalgeschützte dreiflügelige Anlage um einen kleinen Innenhof mit turmartigem Vorsprung an der NW-Ecke. Der Westflügel aus den 1560er Jahren, um 1800 klassizistisch zur Dreiflügelanlage erweitert und um 1835 und im letzten Viertel des 19. Jhs. verändert. 1977-78 im Inneren großteils umgebaut. Diesem Umbau war im Herbst 1976 eine von Hasso Hohmann und Max Mayr gestartete Aktion der Kleinen Zeitung vorangegangen, der es gelang, den geplanten Abbruch des alten Hofes zu verhindern, an dessen Stelle ein elfgeschossiges Hochhaus entstehen sollte. Letzlich verweigerte der damalige Planungsstadtrat Erich Edegger die Unterschrift - der alte Ansitz war gerettet!

Der Name des Hofes rührt von einem der ehemaligen Besitzer, dem Hofkriegsrat Stephan Guschitz her, von dem zunächst der Name Guschitzhof abgeleitet wurde. Um die Mitte des 17. Jhs. freigekauft, gelangte der Hof an Cäcilia Renata Gräfin von Trauttmansdorff, die ihn 1662 an die Jesuiten verkaufte, die dort ein Sommerhaus für Studenten und Schüler einrichteten. Mitte des 18. Jhs. wurde daraus das Gut Schitzhof, dann Schützhof und Anfang des 19. Jhs. schließlich Schützenhof.

(Nach Hohmann, Schützenhof; Hilzensauer, Schützenhof 2012; ÖKT 2013)

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