Weingartenweg 12

Aus Baugeschichte
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Österreich » Steiermark » Graz » 8020

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47° 4' 53", 15° 23' 39"


Villa Stefferl oder "Grabenschlössl"

Hans Pascher, geboren am 19. Juni 1858 im damals ungarischen St. Margarethen (heute Burgenland), gestorben am 26. September 1942 in Graz, war ein bedeutender Baumeister und Architekt der Jahrhundertwende, besonders im Kirchenbau seiner Zeit sehr beschäftigt. Unter anderem stammt die Grazer Josefskirche von ihm.

Die Villa am Weingartenweg, die er für sich selbt im Jahre 1913 im Stil einer romantischen Burg errweitert hatte, zeichnet sich durch bauliche Besonderheiten aus. Dem Beschauer bietet sich vom Garteneingang ein mächtiger viereckiger Turm mit einem Glockentürmchen, an den sich ein schlankes, rundes Turmbauwerk lehnt. Der hintere Teil des Baues wird wieder vone einem Viereck-Turm geprägt. Der ganze Bau zeichnet sich durch bemerkenswerte Fassadengestaltungen aus. So läuft unter dem First durchgehend ein Fries aus dekorativen Elementen und zwei Wappen mit drei Bienen. Das Obergeschoß der Vorderansicht zeigt über dem söllerartigen Balkon ein Fresko, darstellend eine historische Szene: eine mittelalterliche gewandete Frauengestalt, im Hintergrund eine Burg, mit ihren Rundturm an Kufstein erinnernd. Nach: Stadtarchiv Graz; Achleitner, 129; Karin Brantner, Der Architekt Hans Pascher (1858 - 1942), Kirchenbauten in der heutigen Steiermark, Diplomarbeit 1992); Franz Kammerhofer, Eggenberg; Thommesen, Algersdorf.

Dazu Alfred Lengger, in: Stadterweiterung 1979: Von den Stimmungswerten deutscher Burgenromantik inspiriert, entstand 1897 in der Göstinger Straße 149 das Plabutscher Schlößl im Auftrag des Gutsbesitzers Rudolf Schmeidl. Diese Tendenz gipfelt im Bau der Villa Stefferl, Weingartenweg 12, in Eggenberg.

Kommentare

Diese wirklich einem Dornröschen-Schloss ähnelnde Villa des Grazer Architekten Pascher scheint derzeit - trotz des Namensschildes "Pascher" unbewohnt und befindet sich deutlich im Verfall. Vor allem das Fresko scheint sehr gefährdet. Als herausragendes Zeugnis der Architektur seiner Zeit und mit seinem Freskenschmuck muss getrachtet werden, dass Bauwerk weiterhin zu erhalten. Dem Denkmalamt wäre daher eine Unterschutzstellung des Baues anzuraten.

Das BDA teilte im Juli 2014 auf Anfrage von SOKO Altstadt mit: Die „Villa Stefferl“ bzw. „Grabenschlössl“ wurde am 15. Mai 2013 unter Denkmalschutz gestellt.

Laukhardt (Diskussion) 20:10, 15. Jul. 2014 (CEST)

Einzelnachweise