Perron am Bahnhof (Salzburg)

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47° 48' 41.15" N, 13° 2' 38.59" E


Perron beim Nellböckviadukt

Hochhausprojekt auf schmalem Bahndamm. Mit geplanten 52 Metern Höhe - 10 m höher als die im Bebauungsplan vorgesehenen 42 Meter. Für Projektbilder siehe: http://www.bodner-bau.at/de/perron-salzburg.html

Bezüglich diesen Projekts steht im ICOMOS Report der Advisory Mission zur Welterbestätte Historische Altstadt von Salzburg (Österreich, C 784) von 2. Bis 3. April 2013:


"Ein gesetzlich verbindlicher Bauplan (2007) gestattet die Errichtung eines Gebäudes mit 42m Höhe an der Ecke Saint-Julien-Straße / Nelbök-Viadukt. In der Zwischenzeit planen die Architekten von Halle 1 (Sailer & Lang), entsprechend den der Advisory Mission vorgelegten 15 Plänen, den Bau eines 58m hohen Gebäudes. Gemeinsam mit dem Hochhaus des Hotel Europa, welches im Jahr 1956 eröffnet wurde, soll dieses neue Hochhaus ein ‚Signal‘ auf dem neuen Bahnhofsvorplatz bilden. Zusätzlich zu diesen Plänen erhielt die Advisory Mission eine Studie über die Sichtachsen vom 29. Januar 2013. Ohne auf die planerischen Kriterien und die Beschreibung des Bauvorhabens einzugehen (dargelegt in einer Stellungnahme der monitoring group von ICOMOS Österreich bezüglich des Bebauungsplanes am 11. Februar 2013), unterstreicht die Advisory Mission, dass die Silhouette von Salzburg keiner weiteren Hochhäuser bedarf, da diese bereits auf charakteristische Art und Weise durch die nahen und fernen Berge, die Kirchtürme und Kuppeln, so wie auch von der Festung Hohensalzburg am Mönchsberg bestimmt wird. Zusätzliche Hochhausbauten würden die dominante Rolle des Doms und des Stiftes Nonnberg im Stadtbild in Gefahr bringen. Die Erklärung für den außergewöhnlichen universellen Wert bezieht sich ebenfalls auf den besonderen Charakter der Stadt. Unter dem Stichwort ‚Integrität‘ wird auf die potentiellen Gefährdungen in der Pufferzone und der Umgebung hingewiesen: Die historische Altstadt von Salzburg verbindet alle Schlüsselelemente, welche eine kirchliche Residenzstadt bilden. Gefährdet wird dieses stimmige Bild durch ungünstige Auswirkungen neuer Entwicklungen in der Pufferzone. Unter dem Stichwort ‚Authentizität‘ ist vermerkt: Das Stadtzentrum konnte sein historisches Stadtbild und sein Gefüge zu einem hohen Grad bewahren. Vor dem Hintergrund der umgebenden Bergwelt zeichnen sich seine architektonischen Denkmäler wie der Dom und das Stift Nonnberg ab und haben ihre dominante Rolle in der Silhouette von Salzburg erhalten. Der Stadt gelang es, seine historische Bausubstanz und das Stadtgefüge zu erhalten, obwohl sie durch Neubauten, welche nicht vollkommen mit der barocken Form harmonieren, gefährdet ist. In Anbetracht dieser Merkmale und Besonderheiten von Authentizität und Integrität der Weltkulturerbestätte, ist ICOMOS der Ansicht, dass eine Entwicklung mit weiteren Hochhäusern in der historischen Stadtlandschaft von Salzburg und in der weiteren Umgebung nur schwer vorstellbar ist. Während der Diskussionen über neue Hochhausprojekte, bestätigte die Stadt, dass weitere Hochhäuser in Itzling (“Utzilinga”), welche während der letzten Jahre diskutiert wurden, nicht mehr in Planung seien und betonte, dass Bauprojekte in der Dimension von bereits bestehenden Hochhäusern nur für die Gegend rund um den Bahnhof in Betracht gezogen werden, wobei auf die Sichtachsen der Welterbestätte Rücksicht genommen wird.

Eine solche Gebäudehöhe existiert in Bahnhofsnähe bereits mit dem Hotel Europa und angrenzenden Gebäuden aus den 1950er Jahren. Dennoch muss das neue Hochhausprojekt in der Rainerstrasse nicht zwingend dieselbe Höhe wie das Hotel Europa erreichen, wie dies vom Gestaltungsbeirat vorgeschlagen wurde. Die Advisory Mission empfiehlt deshalb, in Übereinstimmung mit dem bereits genehmigten Bebauungssplan, dass die Gebäudehöhe im Verhältnis zu dem 59m hohen Hotel Europa deutlich verringert wird"


Hierfür gibt's den Saurüssel am Fleischerhaken!!!

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